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Zeller der Woche: Übergriff

Bernd Zeller: Der Zeichner und Autor Bernd Zeller, 51, lebt und arbeitet in Jena. Er ist Herausgeber der Zeller Zeitung (www.zellerzeitung.de), des führenden Fachorgans für den deutschen Alltag.

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  • Jetzt muss man für die "Entscheidungsträger" nur noch das richtige Sanatorium finden, hermetisch abgeriegelt zum Schutz der Allgemeinheit...

  • Ich paraphrasiere mal aus einer Rede von Konstantin Kisin:
    „Alexander Solschenitsyn sagte einmal, dass das Schicksal einer Nation viel eher abhängt vom Zustand ihres geistigen Lebens als vom Grad ihrer Industrialisierung… Wenn der Kern eines Baums faul ist, dann wird er absterben… Als S. in die USA kam, hielt er den Amerikanern ihre Fehler vor. Das mögen Amerikaner nicht, und sie hörten ihm nicht mehr zu. Deshalb bin ich aus Russland nicht in die USA, sondern nach Grossbritannien gekommen. Hier liebt man es, wenn Fremde das Land kritisieren." (Lachen im Publikum)
    - Die Deutschen sind ein ganz besonderer Fall. Sie finden seit Jahrzehnten Kritik an anderen Völkern völlig in Ordnung. Solange SIE kritisieren. Werden sie selbst kritisiert, sieht das schon etwas anders aus. Das dürfen nur Eingewandete aus ganz bestimmten Ländern. Alte Freunde dürfen das nicht.
    Würde ein Individuum sich so verhalten, würde man sagen, er ist reif für den Psychiater.

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